Hier trägt Enya das Halsband Blaufeuer von Hafentier. Enya ist ein Hund und sitzt auf einer Wiese.

3 Anhaltspunkte für das perfekte Halsband

Der Kauf eines Hundehalsbands sieht auf den ersten Blick ziemlich einfach aus. Doch dann steht man auf einmal vor der riesigen Auswahl und verliert komplett den Überblick. Wir geben Dir hier 3 Anhaltspunkte, an denen Du dich bei dem Kauf eines Hundehalsbands orientieren kannst. Dabei lassen wir den Punkt Äußerlichkeiten unbeachtet, denn Geschmack ist nun mal subjektiv.

1. Wohlbefinden 

Das Wohlbefinden vom Hund steht für uns alle an erster Stelle, weshalb wir auf diesen Punkt als Erstes eingehen. Grundsätzlich sollte ein Halsband niemals dem Hund Schmerzen zufügen. Aus diesem Grund gibt es zwei Punkte, auf die Du besonders achten solltest: Die Breite und den Platz des Leinenrings am Halsband. 

Bezüglich der Breite kann man die folgende Grundregel aufstellen: Je breiter das Halsband, desto angenehmer ist der Tragekomfort für Deinen Hund. Dies ist ganz einfach zu erklären, denn je mehr Fläche vorhanden ist, desto besser wird der Druck bei Zug auf den Kehlkopf verteilt. Probiere es am besten einmal selbst aus. Lege Dir einen Faden um den Hals und zieh vorsichtig dran. Wiederhole dies mit einem breiten Streifen Papier. Du wirst den Unterschied sofort bemerken. 

Möchtest Du genau wissen, welche Breite das Halsband mindestens haben sollte, kannst Du einfach die Breite des Nasenschwamms Deines Hundes messen. Das Ergebnis solltest Du nicht unterschreiten, um Deinem Hund einen angenehmen Tragekomfort bieten zu können. 

Ein weiterer sehr wichtiger Punkt bezüglich des Tragekomforts ist der Leinenring. Damit ist der Punkt gemeint, wo Du die Leine am Halsband befestigst. Dieser sollte niemals gegenüber des Verschlusses liegen. Bei Zug auf der Leine dreht sich das Halsband ansonsten so, dass der Verschluss direkt auf den Kehlkopf des Hundes ddrückt. Wir können uns wohl alle vorstellen, dass dies kein angenehmes Gefühl ist. Achte daher darauf, dass der Leinenring immer direkt am Verschluss des Halsbands verarbeitet ist. So drückt bei Leinenzug die freie Fläche an den Hals des Hundes. 

Roll- und Schleppleinen solltest Du niemals an einem Halsband befestigen. Stell Dir dabei einmal folgende Situation vor: Du läufst mit Deinem Hund nichtsahnend durch die Felder. Dein Hund bemerkt vor Dir einen Hasen und startet mit Tempo voll durch bis das Leinenende erreicht ist. Da kommt es dann zu einem abrupten Stopp. Die Kraft, die durch die erhöhte Geschwindigkeit entsteht, wirkt sich auf die Masse Deines Hundes aus und dementsprechend ist der Druck auf den Hals bei dieser Situation enorm und sehr gefährlich. Um dies zu vermeiden, benutze bitte immer ein Geschirr, um Deinen Hund an einer Roll- oder Schleppleine zu führen.

Glücklicherweise sind heutzutage sogenannte Erziehungshalsbänder, die dem Hund bewusst Schmerzen zufügen, verboten. Unter diesen zählen unter anderem Würge-, Elektro- und Stachelhalsbänder. Eventuell wird Dein Hund kurzfristig bestimmte Handlungen aufgrund der Schmerzen vermeiden, jedoch verknüpft er auch gleichzeitig diese negativen Erfahrungen mit dem Halsband und Aggressionen können entstehen. Kettenhalsbänder sind zwar erlaubt, aber das Fell Deines Hundes könnte sich in den Kettengliedern einklemmen und ein Zwicken für Deinen Hund verursachen. Deswegen raten wir Dir von diesen Halsbändern eher ab.

2. Funktionalität

Es gibt viele Halsbänder und je nach eigenem Geschmack sehen auch viele wunderschön aus. Doch was bringt mir ein Halsband, dass ich nur in bestimmten Situationen verwenden kann? 

Nehmen wir mal an, Dein Hund hat seit Jahren immer 20 Kilogramm gewogen und ist nun aber krank und hat 5 Kilo abgenommen. Diese Gewichtsreduzierung macht auch einen starken Unterschied im Halsumfang. Ein zweites Beispiel: Dein Hund hat im Winter immer sehr viel Unterwolle und schmeißt diese im Frühling für den Sommer ab. Auch dies wirkt sich auf den Halsumfang stark aus. Um flexibel bleiben zu können, wäre hier ein verstellbares Halsband in Form eines Verschlusses mit Dornschließe optimal. Auch gibt es sogenannte Zugstopphalsbänder, wobei der Stopp verstellbar ist.

Achte ebenfalls darauf, dass Dein ausgewähltes Halsband leicht zu reinigen ist. Viele Halsbänder kannst Du einfach in der Waschmaschine mitwaschen oder mit einem feuchten Tuch abwischen. Warum ist dies nun funktional? Denk immer dran, Dein Hund ist ein Lebewesen und hat einen eigenen Kopf. Er weiß dementsprechend nicht, dass er heute das wunderschöne Sonntags-Halsband trägt. Somit würde jede kleine Schlammpfütze das Aus für Euer wunderschönes Halsband bedeuten. Zudem könnte es jederzeit einen Wetterumschwung geben oder aber Ihr trefft auf Eurer Gassirunde spontan einen Hundekumpel und das Halsband wird beim Spielen schmutzig. Deswegen ist eine einfache Reinigung immer ein Muss, um flexibel und damit entspannte Spaziergänge zu erleben.

 3. Sicherheit und Qualität

Der letzte Punkt ist ein wenig kniffelig. Denn woran sollte ich als Laie erkennen, ob das Halsband hochwertig verarbeitet ist? 
In der Regel kann man sagen, dass die Materialien robust und die Verarbeitung sauber sein sollte. Unregelmäßigkeiten, abstehende Fäden oder scharfe Kanten sollten bei Dir sofort die Alarmglocken klingeln lassen. Materialien gibt es viele: Von Paracord über Biothane, Leder, Stoff oder Baumwolle ist alles vorhanden. Und auch bei der Hardware, also die Verschlüsse, sind in unterschiedlichen Materialien wie Edelstahl, Messing oder Plastik zu finden. Wichtig ist dabei immer, dass es das Gewicht Deines Hundes standhält.

Schnee, Regen, Sturm und Sonnenschein – Wer einen Hund besitzt, hat immer die passende Kleidung. Und das gilt auch für Deinen Hund. Achte darauf, dass das Halsband aus einem Material besteht, das jegliche Witterung gut übersteht. Wasser ist übrigens auch nicht gleich Wasser. Bei Salzwasser ist nämlich ebenfalls Vorsicht geboten, denn das enthaltene Salz kann die Materialien angreifen. Ein eingefrorenes oder durch Salzwasser abgenutztes Halsband, dass dadurch bei Zug schneller reißt, ist nicht nur schade für Deinen Geldbeutel, sondern auch gefährlich für Deinen Hund.

Zu guter Letzt sollte das Halsband immer gut sitzen. Ist es zu groß, kann sich Dein Hund einfacher befreien und im schlimmsten Fall bei einem Schreck auf die Straße rennen. Ein zu kleines Halsband würgt Deinen Hund, wodurch er sowohl gesundheitliche Folgen haben kann als auch negative Erfahrungen mit dem Tragen des Halsbands verbindet. Ein optimal sitzendes Halsband erkennst Du daran, wenn Du noch zwei Finger übereinander zwischen dem Hals des Hundes und das Halsband schieben kannst. Bei viel Wamme und Fell kannst Du dieses ein wenig beiseiteschieben beziehungsweise anlegen.

Fazit

Die Suche nach dem Halsband kommt Dir nun wahrscheinlich bei den vielen Informationen noch viel schwieriger vor. Versuche daher immer auf die drei oben genannten Punkte Wohlergehen, Funktionalität und Sicherheit zu achten. Letzten Endes geht bei dem Halsband immer um eine Möglichkeit zur Verbindung zwischen Dir und Deinem Hund. Dementsprechend hängt auch immer ein Leben dran. Das ist nun vielleicht etwas drastisch ausgedrückt, doch das Wohlergehen des Hundes liegt uns allen am Ende doch am meisten am Herzen.

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